Nachdem die Commerzbank (CoBa) zum 1. Oktober ihr bedingungslos kostenloses Girokonto für Neukunden abgeschafft hat, trifft es jetzt die Bestandskunden. Ab dem 1. Juli werden die bisherigen Gratiskonten pauschal mit 4,90 Euro pro Monat bepreist.

Alle Details zu den anstehenden Commerzbank Änderungen finden Sie in diesem Beitrag. Erfahren Sie außerdem, welche Möglichkeiten Sie jetzt haben, um die Kontoführungsgebühr zu umgehen.

Für Schnell-Leser

Im Überblick: Was sich für Commerzbank-Kunden jetzt ändert

  • Als Inhaber eines “0-Euro-Kontos (Vorteil)” bzw. “Vorteilskontos” müssen Sie ab 1. Juli 4,90 Euro Grundgebühr pro Monat zahlen.

  • Diese Konten werden ab dem Stichtag als “PlusKonto” bzw. “PlusKonto Vorteil” weitergeführt.

  • Ihnen bleiben nun im Wesentlichen 2 Möglichkeiten, um die Grundgebühr zu umgehen.

  • Möglichkeit 1: Sie wechseln zum “Basic”-Konto der Commerzbank. Dieses ist allerdings erst ab 700 Euro monatlichem Geldeingang kostenlos. Zudem müssen Sie Abstriche beim Leistungsumfang (z. B. Kreditkarte) machen.

  • Möglichkeit 2: Sie wechseln die Bank. Passende Commerzbank Alternativen sind aktuell die HypoVereinsbank, die Neukunden derzeit 5 Jahre ohne Kontoführungsgebühr garantiert, sowie die DKB und N26.

Beste Neukundenaktion*
HypoVereinsbank
„HVB PlusKonto“
 
Auch die HypoVereinsbank ist nach den Commerzbank Änderungen eine gute Wechselalternative.
  • Garantie: 5 Jahre kostenlos
  • Kostenlose Kreditkarte
  • Nur 2,66 % Dispozins
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DKB
„DKB Cash“
 
Nach den Commerzbank Änderungen lohnt sich ein Wechsel zur DKB.
  • Kostenlose Kontoführung
  • Ohne Mindestgeldeingang
  • Kostenlose Visa Kreditkarte
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N26
„N26 Standard“
 
Nach den Commerzbank Änderungen lohnt sich ein Wechsel zu N26.
  • Kostenlose Kontoführung
  • Ohne Mindestgeldeingang
  • Kostenlos bezahlen weltweit
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* Die genauen Aktionsbedingungen entnehmen Sie bitte dem Webauftritt der HypoVereinsbank.

Im Detail: Die Hintergründe der Commerzbank Änderungen

4,90 Euro monatliche Kontoführungsgebühr: Dieser Pauschalpreis gilt ab dem 1. Juli für alle, die dann noch ein “0-Euro-Konto (Vorteil)” oder “Vorteilskonto” bei der Commerzbank führen.

Von der neuen Grundgebühr und den neuen Kontonamen einmal abgesehen (aus dem “0-Euro-Konto” wird das “PlusKonto”, aus dem “Vorteilskonto” das “PlusKonto Vorteil”), soll sich nach Angaben der Commerzbank praktisch nichts ändern:

Commerzbank Änderungen Bestandskunden

Auf Ihrer Website informiert die Commerzbank ihre Kunden über die anstehenden Änderungen. © Commerzbank

Bestandskunden werden vor die Wahl gestellt: bezahlen oder wechseln

Nun ist natürlich auch der Commerzbank bewusst, dass sie mit ihren neuesten Gebührenänderungen Gefahr läuft, Kunden zu verlieren. Entsprechend verweist die Großbank auch auf die Möglichkeit, die neue Kontoführungsgebühr zu umgehen – durch einen Wechsel des Kontomodells.

Commerzbank Kündigung

Wer keine Grundgebühr zahlen will, der kann das Kontomodell wechseln. © Commerzbank

Durch den Umstieg auf das “Basic”-Konto der Commerzbank können Sie sich tatsächlich die Grundgebühr sparen, sofern monatlich mindestens 700 Euro auf Ihr Konto eingehen. Ohne regelmäßigen Geldeingang kostet das von der Commerzbank nach wie vor als “kostenloses Girokonto” beworbene Modell allerdings stolze 9,90 Euro. Das wäre dann sogar eine Verschlechterung gegenüber dem Status Quo.

Wer nur das Kontomodell wechselt, muss Abstriche machen

Eine Verschlechterung stellt das “Basic”-Kontomodell aber auch ganz unabhängig von der Grundgebühr dar. Denn hier fehlen einige Kontoleistungen, die in den Auslaufmodellen “0-Euro-Konto” und/oder “Vorteilskonto” inklusive sind. Eine zweite Girocard: zusätzliche 10 Euro pro Jahr. Kontoauszüge am Drucker: entfallen. Eine Mastercard Classic: jährlich 39,90 Euro extra. Eine komplette Gegenüberstellung der Kosten finden Sie auf dieser Seite  der Commerzbank.

Ein Wechsel der Bank kann sich jetzt lohnen

“Ihre Zufriedenheit ist uns sehr wichtig. Deshalb arbeiten wir konsequent an der Qualität all unserer Zahlungsverkehrsangebote. Darüber hinaus wollen wir Ihnen unsere Leistungen zu möglichst günstigen Konditionen anbieten. Gerade mit dem kostenlosen Girokonto wurden wir diesem Anspruch über einen langen Zeitraum mehr als gerecht. Doch mittlerweile haben sich die Rahmenbedingungen des Marktes so stark verändert, dass wir dieses Angebot in der bisherigen Form nicht mehr bieten können.”

– Stellungnahme der Commerzbank –

Die Commerzbank ist gewiss nicht die einzige Bank, die nun auch für langjährige Kunden neue Gebühren einführt. Ganz generell haben sich die Konten in den letzten Jahren deutlich verteuert. Gratis-Konten, wie sie lange gang und gäbe waren, verschwinden vom Markt. Die CoBa ist da nur ein Beispiel von vielen.

Dennoch: Mit den jüngsten Änderungen müssen Sie sich nicht abfinden. Es gibt durchaus gute Alternativen zur Commerzbank, zu denen Sie nun wechseln können.

Commerzbank Alternativen: Wohin es sich jetzt zu wechseln lohnt

1. Commerzbank Alternative:
HypoVereinsbank – „HVB PlusKonto“

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Commerzbank Alternative: Die HypoVereinsbank bietet in ihrer aktuellen Aktion ein besonders attraktives Konto ohne Kontoführungsgebühr.
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Die HypoVereinsbank (HVB) bietet Neukunden gerade ein praktisch unschlagbares Angebot:

Wer das HVB PlusKonto jetzt eröffnet, der zahlt garantiert für fünf Jahre keine Kontoführungsgebühr. Dazu gibt es, auf Wunsch und bei ausreichender Bonität, eine kostenlose Mastercard Kreditkarte.

Mit dem HVB Pluskonto müssen Sie sich vorerst keine Gedanken mehr um Kontoführungsgebühren machen.

In Sachen Geldabheben müssen Sie sich als Kunde der HVB nicht umgewöhnen. Wie die Commerzbank ist auch die HVB Mitglied der Cash Group, die deutschlandweit gut 9.000 Automaten für kostenlose Auszahlungen zählt.

In einem Punkt aber kann die HypoVereinsbank nicht mit der Commerzbank mithalten: Mobile Payment. Mit der HVB Mastercard lässt sich nur Apple Pay, nicht aber Google Pay nutzen.

HVB PlusKonto: Vor- und Nachteile

  • 0 € Kontoführung

  • HVB Visa Debitkarte inklusive

  • HVB Mastercard Kreditkarte kostenlos zubuchbar

  • 2,66 % Dispozins

  • Kostenlos Bargeld abheben im Inland

  • Einzahlungen an Automaten der HypoVereinsbank kostenlos

  • Kostenloser Kontowechselservice

  • nur Apple Pay, kein Google Pay

  • Angebot gilt nur für Neukunden

2. Commerzbank Alternative:
DKB – „DKB Cash“

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Commerzbank Alternative: Das DKB Cash Konto gehört zu den wenigen noch kostenlosen Girokonten.
Jetzt kostenloses DKB Cash Konto eröffnen

Auch die DKB ist eine empfehlenswerte Alternative zur Commerzbank. Das Girokonto “DKB Cash” kommt ohne Kontoführungsgebühr und mit kostenloser Girocard sowie kostenloser Visa-Kreditkarte daher. Mit letzterer können Sie sich im Inland an praktisch allen Geldautomaten kostenlos mit Bargeld versorgen.

Die DKB gehört zu den wenigen Banken in Deutschland, die noch immer auf eine Kontoführungsgebühr verzichten – auch ohne Geldeingang.

In den ersten 6 Monaten nach Kontoeröffnung zählen Sie automatisch als DKB Aktivkunde und kommen so in den Genuss einiger Vorteile: So zahlen Sie weniger Zinsen für Dispo oder Ratenkredit und sparen sich außerdem das Fremdwährungsentgelt von 2,20 %. Um auf Dauer von den Aktivkundenvorteilen zu profitieren, benötigen Sie allerdings einen Mindestgeldeingang von 700 Euro pro Monat. Wichtig: Die Kontoführung ist auch ohne Geldeingang gratis.

Einen Abstrich müssen Sie im direkten Vergleich mit der Commerzbank durchaus noch machen: Wenn Sie bei der DKB Geld einzahlen wollen, so ist dies für Sie stets mit Kosten verbunden.

DKB Cash: Vor- und Nachteile

  • 0 € Kontoführung

  • Kostenlose Girocard & kostenlose Visa-Kreditkarte

  • Kostenlos Bargeld abheben im Inland

  • 6,65/7,25 % Dispozins

  • Apple Pay und Google Pay

  • Kostenloser Kontowechselservice

  • Einzahlungen fast immer kostenpflichtig

  • nur für Aktivkunden entfällt die Fremdwährungsgebühr

3. Commerzbank Alternative:
N26 – „N26 Standard“

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Commerzbank Alternative: N26 bietet nach wie vor ein bedingungslos kostenloses Girokonto
Jetzt kostenloses N26 Konto eröffnen

Als führender Vertreter der Neobanken ohne teures Filialnetz kann es sich N26 leisten, auf hohe Gebühren zu verzichten. Kostenlose Kontoführung auch ohne Geldeingang, kostenlos bezahlen rund um den Globus: Mit dem einfachsten N26-Kontomodell, “N26 Standard” genannt, sparen Sie sich einige Kosten fürs Girokonto.

N26 ist Vorreiter in Sachen mobilem Banking und damit eine sehr gute Commerzbank-Alternative für alle, die bereit für moderne Bankgeschäfte sind.

Ganz ohne Nachteile kommt aber auch N26 nicht daher: Eine Beratung beispielsweise, wie Sie sie bei der Commerzbank vorfinden, bietet N26 nicht. Hier müssen Sie sich mit einem Kundenservice per Chat zufriedengeben. Und wollen Sie bei N26 Geld einzahlen, ist das anders als bei der Commerzbank immer kostenpflichtig.

N26 Standard: Vor- und Nachteile

  • 0 € Kontoführung

  • Kontoeröffnung in wenigen Minuten

  • Kostenlos bezahlen weltweit

  • Kostenlos Bargeld abheben im Handel

  • Apple Pay und Google Pay

  • Kostenloser Kontowechselservice

  • 8,90 % Dispozins

  • Nur virtuelle Mastercard Debit inklusive

  • Kundenservice nur per Chat

  • Einzahlungen immer kostenpflichtig

Tipps für den Kontoumzug: So gelingt der Wechsel zur Commerzbank Alternative

Fazit: Ein Kontowechsel kann sich jetzt lohnen

Die anstehenden Commerzbank Änderungen betreffen all jene Kunden, die in den letzten Jahren das eine oder andere viel beworbene kostenlose Konto der Bank eröffnet haben – und das sicherlich bewusst, um sich die Kontoführungsgebühr zu sparen.

Zwar gibt es mit dem “Basic”-Konto der CoBa nun durchaus eine Möglichkeit, die Kontoführungsgebühr auch weiterhin zu umgehen. Das klappt jedoch nicht ohne regelmäßigen Geldeingang. Und auch bei den Kontoleistungen, allen voran bei der Kreditkarte, sind Kompromisse gefragt.

Wer diese nicht eingehen will oder schlicht ein Konto sucht, das auch ohne Geldeingang kostenlos bleibt, dem bieten sich aktuell drei sehr gute Alternativen zur Commerzbank:

  • Die HypoVereinsbank bietet mit ihrer Neukunden-Aktion eine Kostenlos-Garantie für die kommenden fünf Jahre. Das ist in Anbetracht der aktuellen Preisentwicklungen beim Girokonto ein echter Pluspunkt. Und: Als Commerzbank-Kunde müssen Sie sich nach dem Wechsel zur HVB gar nicht einmal so sehr umstellen. Viele Dinge wie etwa die Bargeldabhebungen und Bargeldeinzahlungen funktionieren hier ähnlich bis gleich.

  • Die DKB gehört zu den letzten Banken, die aktuell keine Kontoführungsgebühr verlangen. Natürlich haben Sie keine Garantie, dass das auch so bleibt. Fakt ist aber, dass die Direktbank bislang immer zu den günstigsten auf dem Markt gehört hat. Und mit dem DKB Cash Konto bietet sie gerade ein sehr gutes Gesamtpaket inklusive Kreditkarte.

  • Auch N26 verzichtet bislang auf ein pauschales Kontoentgelt bei seinem einfachsten Girokonto. Für alle preisbewussten Commerzbank-Kunden, die ihre Bankgeschäfte sowieso schon vorwiegend mobil erledigen und deren Geldeingang bei unter 700 Euro pro Monat liegt, ist die Neobank eine durchaus lohnenswerte Alternative.

Beste Neukundenaktion*
HypoVereinsbank
„HVB PlusKonto“
 
Auch die HypoVereinsbank ist nach den Commerzbank Änderungen eine gute Wechselalternative.
  • Garantie: 5 Jahre kostenlos
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DKB
„DKB Cash“
 
Nach den Commerzbank Änderungen lohnt sich ein Wechsel zur DKB.
  • Kostenlose Kontoführung
  • Ohne Mindestgeldeingang
  • Kostenlose Visa Kreditkarte
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„N26 Standard“
 
Nach den Commerzbank Änderungen lohnt sich ein Wechsel zu N26.
  • Kostenlose Kontoführung
  • Ohne Mindestgeldeingang
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* Die genauen Aktionsbedingungen entnehmen Sie bitte dem Webauftritt der HypoVereinsbank.

Häufige Fragen zu den Commerzbank Änderungen

Ab dem 1. Juli müssen Inhaber eines “0-Euro-Kontos (Vorteil)” bzw. “Vorteilskontos” pauschal 4,90 Euro bezahlen. Die Konten werden zu diesem Stichtag in “PlusKonto” bzw. “PlusKonto Vorteil” umbenannt.

Betroffen sind Bestandskunden der Commerzbank, die dort aktuell ein “0-Euro-Konto (Vorteil)” oder “Vorteilskonto” führen und nicht beabsichtigen, das Kontomodell zu wechseln.

Wenn Sie mit dem neuen Grundpreis Ihres Kontos nicht zufrieden sind und ein Wechsel zum “Basic”-Konto der Commerzbank für Sie nicht infrage kommt, dann sollten Sie einen Wechsel in Betracht ziehen.

Franziska Händschel Finanzredakteurin Banking & Finanzierung

Franziska Händschel ist seit 2013 als Finanzredakteurin tätig. Nach ihrem Studium arbeitete sie zunächst als Online-Redakteurin und Übersetzerin für ein auf Edelmetallinvestments spezialisiertes Newsportal. Ab 2015 war sie als Online-Finanzredakteurin und später Leiterin der Finanzredaktion für das Vergleichsportal CHECK24 tätig. Ihre berufliche Leidenschaft gilt den klassischen Verbraucherfinanzprodukten vom Girokonto bis zur Baufinanzierung. Seit 2020 berichtet Franziska Händschel für finanzvergleich.com über ebendiese Bankprodukte sowie Trends im Finanzwesen.

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