Das Corona-Virus hat zu einer Verunsicherung an den Märkten geführt. Weitere Verluste bei Aktien und sinkende Renditen für sichere Anlagen wie Bundesanleihen machten sich bei den Konditionen für Baufinanzierungen bemerkbar.

Immobilienkäufer können das günstige Zinsniveau nutzen, in anderen Punkten ist Vorsicht angesagt.

Zinsen für Baugeld haben neuen Tiefstand erreicht

Anleger haben zunehmend ihr Kapital vom Aktienmarkt in deutsche Staatsanleihen umgeschichtet. In unsicheren Zeiten gelten Bundesanleihen als sicherer Hafen. Die hohe Nachfrage hat wiederum die Kurse der Bundespapiere steigen lassen und die Zinsen so weiter ins Negative gedrückt.

Da sich die Konditionen für Baugeld daran orientieren, gab es hier spürbare Veränderungen.

Gegenüber dem Vormonat sind die Konditionen für Immobilienfinanzierungen bei der 1822direkt nochmals gefallen.

Betrugen für zehnjährige Darlehen im Februar die Effektivzinsen noch 0,52 % p.a*, sind diese im März teilweise bis auf 0,45 % p.a.* gefallen. Das war ein Rückgang von gut zehn Basispunkten. Zwischenzeitlich gab es wieder einen leichten Anstieg zu verzeichnen.

Für Immobilienkäufer ist dadurch die Finanzierung noch günstiger geworden. Deswegen wird der Kauf oder der Bau einer Immobilie für viele noch interessanter. Niedrige Zinsen bergen im Gegenzug eine Gefahr, die oft unterschätzt wird.

Niedrige Zinsen und hohe Immobilienpreise

Zwar sind die Zinsen für Immobilienfinanzierungen derzeit extrem günstig, doch sind im gleichen Maße die Immobilienpreise gestiegen.

„Der Zinsvorteil wird so durch den Anstieg der Kaufpreise oftmals ausgeglichen.”

Durch die geringen Zinsen sollte man sich nicht locken lassen, sondern weiterhin gut seine Baufinanzierung kalkulieren.

Nur so kann gewährleistet werden, dass es nicht zu bösen Überraschungen während der Laufzeit des Kredits kommt. Schließlich ist die Investition in die eigenen vier Wände meistens das größte Investment im Leben.

Auf was gilt es gerade bei niedrigen Zinsen zu achten?

Aus den vielen Beratungsgesprächen hat die 1822direkt die wichtigsten Tipps zusammengestellt:

  1. Die Immobilie genau zu begutachten und keine übereilten Entscheidungen treffen, nur weil das Zinsniveau günstig ist.
  2. Nicht nur die derzeitige Belastung durch die Kreditrate prüfen, sondern auch künftige Einkommensentwicklungen wie Rente oder Reduzierung der Arbeitszeit berücksichtigen. Daneben könnte sich bei einer Veränderung der Zinsen nach Ende der Zinsbindung entweder die Rate erhöhen oder die Laufzeit verlängern.
  3. Den Einsatz des Eigenkapitals genau planen. Normalerweise sind 20 % bis 30 % als Mindesteigenkapital vorgesehen. Durch mehr Eigenkapital können sich die Zinsen reduzieren. Auf der anderen Seite benötige ich eine gewisse Liquidität für planbare und unvorhersehbare Ereignisse.
  4. Wer genau planen will oder muss, für den ist eine lange Zinsbindung und eine höhere Tilgung grundsätzlich geeigneter. Ohnehin kann nach zehn Jahren mit einer sechsmonatigen Frist der Kredit gekündigt werden. Daneben gibt es in der Regel die Möglichkeit für Sondertilgungen.
  5. Die Tilgung trotz einer dadurch verlockenden geringen Rate am besten nicht zu gering wählen, da ansonsten der Kredit zu lange läuft.

Mit technischer Unterstützung schnell einen Überblick erhalten

Um Kunden bei diesen Überlegungen nicht sich selbst zu überlassen, hat die 1822direkt das Konzept des ImmoMasters entwickelt. So kann der Immobilienkäufer schon vor dem ersten Gespräch mit seinem Berater verschiedene Szenarien durchspielen oder sich eingehend informieren.

Der 1822direkt ImmoMaster kann sowohl per App  als auch per Desktop genutzt werden und beinhaltet folgende Funktionen:

  1. Um schnell die Preislage für Immobilie in einer Gegend abzuschätzen, kann per Augmented Reality App das Preisniveau erfragt werden. Liegt die konkrete Adresse vor, kann über das Online-Tool eine unverbindliche, mehrseitige Objektbewertung angefordert werden.
  2. Mit einem Baufinanzierung Zinsrechner kann mit ein paar Klicks eine erste Kondition abgefragt werden. Dabei werden auch die monatliche Belastung und die Gesamtlaufzeit angezeigt.
  3. Vor dem Beratungsgespräch erhält der Kunde ein umfangreiches Finanzierungskonzept mit einer persönlichen Auswertung zu seinem Vorhaben, seiner Haushaltsrechnung, seinem Objekt und ein Finanzierungsbeispiel. So ist der Kunde optimal auf den Austausch mit dem Baufinanzierungs-Spezialisten vorbereitet.

Fazit: Gute Planung ist weiterhin entscheidend

Die langfristigen Auswirkungen der Coronapandemie sind nicht genau abzuschätzen. Deswegen ist es besser bei Finanzierungen einen Puffer einzubauen und nicht das gesamte Einkommen nach den üblichen Ausgaben für die Kreditrate aufzuwenden.

Daneben ist ein Sicherheitspolster wichtig. Halten Sie Liquidität für unvorhersehbare Ereignisse zurück und prüfen Sie, ob Sie Einkommenseinbußen ausgleichen können.

Für Kapitalanleger stellen sich die gleichen Überlegungen. Kann ich Mietausfälle überbrücken oder bin ich darauf monatlich zur Tilgung angewiesen? Wie gehe ich mit einem Wertverlust um, wenn ich verkaufen muss?

Planen Sie also gut und bleiben Sie vor allem gesund!

*4. Februar 2020: Jährlicher Effektivzins 0,52 %, Sollzins anfänglich gebunden ab 0,50 % p.a., anfänglich mindestens 2,5 % Tilgung p.a. für Nettodarlehensbeträge ab 200.000 Euro, bis 60 % des Kaufpreises, grundpfandrechtlich gesichertes Darlehen mit für 10 Jahre gebundenem Sollzinssatz zzgl. Grundschuldeintragungs- und Gebäudeversicherungskosten, Kondition freibleibend, Stand: 10. März 2020, Darlehensgeber Frankfurter Sparkasse, Neue Mainzer Str. 47-53, 60311 Frankfurt am Main

März 2020: Jährlicher Effektivzins 0,45 %, Sollzins anfänglich gebunden ab 0,43 % p.a., anfänglich mindestens 2,5 % Tilgung p.a. für Nettodarlehensbeträge ab 200.000 Euro, bis 60 % des Kaufpreises, grundpfandrechtlich gesichertes Darlehen mit für 10 Jahre gebundenem Sollzinssatz zzgl. Grundschuldeintragungs- und Gebäudeversicherungskosten, Kondition freibleibend, Stand: 10. März 2020, Darlehensgeber Frankfurter Sparkasse, Neue Mainzer Str. 47-53, 60311 Frankfurt am Main

Alexander Naumann Nach der Ausbildung zum Bankkaufmann und dem Studium der Wirtschaftswissenschaften an der Universität in Frankfurt sowie einem Aufbaustudium in Wirtschaftsrecht durchlief Naumann verschiedene Stationen in Vertriebs- und Stabsbereichen bevor er seine Tätigkeit bei der 1822direkt aufnahm. In den letzten Jahren erfolgten u.a. Weiterbildungen in Design und Design Thinking bspw. an der TU Delft sowie in Digital und Social Media Marketing u.a. an der Northwestern University. Neben der langjährigen Erfahrung im Kreditbereich als Bereichsleiter im Immobiliengeschäft waren diese eher bankuntypischen Fortbildungen für das Projekt Online-Baufinanzierung sehr hilfreich.