Trotz großer Beliebtheit machen sich viele Privatanleger Gedanken, ob es sich lohnt, in einen ETF zu investieren. Die Sorgen sind berechtigt, denn ein ETF lohnt sich nicht immer.

👉 Wir helfen Ihnen zu erkennen, welche ETFs sinnvoll sind und wann sich eine Investition am meisten lohnt.


➽ Für Schnell-Leser: ETFs sind grundsätzlich sinnvoll, insbesondere für Börsenlaien und risikoscheue Anleger. Vor ETF Abzocke müssen Sie in den allermeisten Fällen keine Angst haben. Ob ein ETF sinnvoll ist, hängt zum Teil auch vom Broker ab. Der Anbieter, bei dem sich ETFs am meisten lohnen, ist derzeit finvesto.
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Wann sind ETFs sinnvoll? - Zusammenfassung

  • Keine Überrendite mit ETFs

  • Nicht alle Indizes für ETFs sinnvoll

  • ETFs grundsätzlich sicherer & günstiger als Einzelaktien oder aktive Fonds

  • ETFs sinnvoll für langfristige Anleger mit Sicherheitsansprüchen
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Worin liegt die größte Schwäche bei ETFs?

Für die meisten Anleger lohnen sich ETF vor allem wegen der geringen Kosten und Gebühren. In einigen Punkten stehen ETFs aber auch bei Börsenexperten in der Kritik.

„ETFs bilden ihren zugrundeliegenden Index exakt nach. Überrendite mit ETFs ist daher nicht möglich.

Ein Großteil der ETF Kritik bemängelt vor allem die fehlende Überrendite. Da passiv verwaltete Indexfonds einen Index exakt nachbilden, können ETFs nie die Wertentwicklung ihres Benchmark-Index übertreffen.

Dies ist nur bei aktiv gemanagten Fonds oder Einzelaktien möglich, da dort die Aktienauswahl selbst zusammengestellt wird.


Für Anleger, die Überrendite erzielen wollen, lohnen sich ETFs nicht. Wer den Markt schlagen möchte, sollte sich aber der Risiken einer solchen Strategie bewusst sein. Auch in solchen Fällen kann ein ETF sinnvoll sein, um das Portfolio zu diversifizieren

Auch ohne Chancen auf Überrendite gibt es noch Möglichkeiten, die ETF Rendite zu maximieren. Der wichtigste Punkt dabei ist, die verschiedenen Anbieterkosten möglichst gering zu halten.

Diese Kosten einzusparen ist bei ETFs sinnvoll

  • Ausgabeaufschlag: Suchen Sie einen Broker, der möglichst viele Fonds ohne Ausgabeaufschlag anbietet
  • Ordergebühren: Ordergebühren werden nach jedem Kauf/Verkauf eines Wertpapiers fällig. Finden Sie einen guten ETF Broker mit niedrigen Ordergebühren (z.B. flatex)
  • Depotgebühr: Die Mehrheit der Broker erhebt inzwischen keine Depotgebühren mehr, die meisten Hausbanken tun dies allerdings noch. Damit können bis zu 100 € / Quartal verloren gehen

💰 Empfehlung: Ein Depot, dessen Konditionen sehr gut auf ETFs zugeschnitten sind, finden Sie bei finvesto.

Lohnen sich ETFs? Vor- und Nachteile von Indexfonds

ETF Vorteile

  • Geringe Kosten & Gebühren

  • Geringes Risiko

  • Transparenz

  • Wenig Aufwand

ETF Nachteile

  • Keine Chancen auf Überrendite

  • Viele Indizes nicht für ETF sinnvoll

ETFs sind sinnvoll, wenn Sie den richtigen Index wählen und Überrendite für Sie kein Muss ist. Hier erfahren Sie, bei welchen Indizes ein ETF sinnvoll ist.

Ob ein ETF sinnvoll ist, zeigt sich, wenn man dessen Ergebnisse mit einem vergleichbaren aktiven Fonds in Kontrast setzt. Zum Beispiel gibt es den Amundi MSCI World UCITS ETF und den aktiv gemanagten Sauren Global Growth, die beide den MSCI WORLD Index als Benchmark verwenden.

Fonds

ComStage MSCI World UCITS ETF

Sauren Global Growth
Aktives / Passives Management Passiv Aktiv
Wertentwicklung seit 2013 +55,3 % +46 %
Gebühr 0,38% p.a. 0, 84% p.a.
Ausgabeaufschlag / 5,00 %
Endwert 1.598 € 1.381 €

Fazit zum Vergleich

Am Beispiel lässt sich erkennen, dass der ETF von ComStage im Vergleich zu Sauren Global Growth sowohl in der Wertentwicklung als auch bei den Gebühren besser abschneidet.

Wer 2013 1000 € in den Amundi ETF investiert hat, hat nach 5 Jahren insgesamt 217 € mehr Rendite als beim Sauren Global Growth erzielt.

Mit einer selbst zusammengestellten Auswahl an MSCI Aktien bestehen – im Gegensatz zu ETFs – theoretisch Chancen auf Überrendite. Es ist aber unmöglich, die Wertentwicklung einzelner Aktien langfristig vorherzusagen.

„Wer lieber Einzelaktien kauft, muss mit hohen Ordergebühren rechnen.“

Die Mehrheit der deutschen greift daher zunehmend auf ETFs als solide Geldanlage zurück. Zwischen 2007 und 2017 ist daher das verwaltete Vermögen deutscher Anleger in ETFs nahezu um das siebenfache gestiegen.

ETFs Als Anlageform Statista

Zwischen 2007 und 2017 ist das verwaltete Vermörgen deutscher Anleger in ETFs beträchtlich gestiegen © statista

Zudem muss für den An- und Verkauf jeder Aktie eine Ordergebühr zwischen 1 und 3 € entrichtet werden. Bei den 1600 Aktien, die z.B. im MSCI enthalten sind, häufen sich so enorme Kosten an, welche beim ETF nur einmalig gezahlt werden müssen.

Wer ein ETF-freundliches Depot sucht, dem empfehlen wir finvesto.

ETF-Indizes mit schlechter Performance

Wer nicht auf Überrendite aus ist und sich einen Fonds mit einem etablierten Index sucht, für den lohnt sich ETF definitiv. Anbieter können jedoch auch Abzocke mit ETF betreiben, insbesondere wenn der Anleger nicht darauf achtet, wo sein Geld investiert wird.

„Es gibt nur eine Handvoll Indizes weltweit, bei denen sich ein ETF lohnt. Die anderen Spezial-Indizes sollte man als Privatanleger lieber vergessen oder gleich aktiv investieren.“

Neben etablierten Größen wie dem MSCI WORLD gibt es zahlreiche Spezial-Indizes, die sich z.B. auf Nischenmärkte konzentrieren und somit keine richtige Risikostreuung bieten. Einige Indizes weisen zudem eine schlechte Wertentwicklung oder gar einen Rückgang auf.

⚠️ Achtung: In solchen Fällen lohnen sich ETFs möglicherweise nur für den Anbieter, der die jährlichen Gebühren einstreicht, während Ihre Investition immer mehr an Wert verliert.

Beispiel: ETF-Indizes mit schlechter Performance

Index Wertentwicklung letzte 12 Monate Wertentwicklung letzte 3 Jahre
MSCI Turkey 2,53 % -34,69 %
S&P Commodity Producers Oil & Gas Exploration & Production -27,59 % -21,41 %
Rogers International Commodity (RICI) Agriculture -9,24 % -18,06 %
STOXX® Europe 600 Optimised Banks -18,68 % -10,92 %

Wer einen ETF auf einen Index wie die oben gelisteten kauft, könnte hier mehr Verlust einfahren als Rendite. Wer der ETF Abzocke entgehen, aber trotzdem Aktien aus exotischen Marktbereichen in seinem Depot möchte, hat Alternativen: Lieber die Einzelaktie zur Portfolio-Diversifikation kaufen oder einen solideren Index finden, der die gewünschten Titel ebenfalls enthält.

Fazit: Je besser der Index, umso höher die ETF-Renditechancen

Grundsätzlich ist es für Anbieter also eher schwer, mit ETF Abzocke zu betreiben. Bei ETFs, die tatsächlich zu wenig Gewinn abwerfen oder gar ins Minus kommen, kann man kaum von einer ETF Lüge sprechen, vielmehr handelt es sich dabei um schlechte Investitionen.

💡 => Die Lösung: Schlechte Investitionen bei ETFs vermeiden Sie am besten, indem Sie sich bereits im Vorfeld über den zugrundeliegenden Index informieren.

Wer in einen ETF mit einem starken Index investiert, hat in der Regel auch höhere Renditechancen. Neben Klassikern wie dem MSCI WORLD, Dow Jones oder DAX gibt es 2018 noch einige weitere Indizes, bei denen sich ein ETF lohnen könnte.

Beispiel: Indizes mit langfristig guter Performance

Index Wertentwicklung letzte 12 Monate Wertentwicklung letzte 3 Jahre
S&P 500 Information Tehnology Sector +12,14 % +85,12 %
S&P Technology Select Sector +12,61 % +77,16%
MSCI World Information Technology +10,35 % +76,94%
Dow Jones Russia GDR +38,11 % +75,30 %

Für wen lohnen sich ETFs?

Insgesamt sind ETFs sinnvoll für alle, die ihr Geld langfristig und sicher anlegen möchten. Wer als ETF-Besitzer dennoch Überrendite erzielen möchte, kann immer noch zusätzlich einen Teil seines Kapitals in besonders vielversprechende Einzelaktien investieren, muss sich aber dem erhöhten Risiko bewusst sein. Ein Depot, das für ETFs besonders gut geeignet ist, finden Sie bei finvesto.