Als relativ sichere Anlagemethode mit guter Gewinnspanne erfreuen sich Aktienfonds immer größerer Beliebtheit: Allein im Jahr 2017 wurden insgesamt über eine Billion Euro in Fonds investiert. Dabei ist leicht zu übersehen, dass Anleger oft viel Geld durch Gebühren verlieren. Ausgabeaufschläge sind Teil dieser Kostenfaktoren.

Wir zeigen Ihnen, worauf Sie bei Fonds ohne Ausgabeaufschlag und Verwaltungsgebühren achten müssen und bei welchen Anbietern Sie aktuell die besten Fondsdiscounts finden.


Für Schnell-Leser: Die günstigsten Fonds ohne Ausgabeaufschlag erhalten Sie aktuell beim Anbieter Fonds Supermarkt. Wer seine Fonds lieber bei einem Online Broker kauft, bekommt bei onvista die besten Konditionen.
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Wo gibt es den besten Fondsdiscount?

Mittlerweile bieten die meisten Anbieter einen Rabatt zwischen 25 – 100 % auf den Großteil ihrer Fonds an. Die beste Methode, Fonds ohne Ausgabeaufschlag zu kaufen, sind allerdings sogenannte Fondsdiscounter. Diese bieten meistens nicht nur einen 100%igen Fondsdiscount. Auch die Auswahl ist den meisten gewöhnlichen Brokern deutlich überlegen.

Anbieter Fondsdiscount Anzahl Fonds Besonderheiten Zum Anbieter

Fonds Supermarkt

100% Rabatt auf 6.800 Fonds 12.000
  • Alle Fonds ohne Ausgabeaufschlag
  • Sparpläne ab 10 € / Monat
  • 6 verschiedene Partnerbanken zur Auswahl des Depots
  • Bis zu 4000 € Depotwechselprämie
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onvista

Alle Fonds ohne Ausgabeaufschlag 17.000
  • 50 € Startguthaben bei Depoteröffnung
  • Umfangreiche App
  • Mobiler Handel per App möglich
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flatex

50% Rabatt auf 5.000 Investmentfonds 4.200
  • Mit Videoident
  • Umfangreiches Webinar-Angebot
  • Negativzinsen
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Degiro

Kein Fondsdiscount 1.300
  • Schnelle Depoteröffnung
  • Geringe Auswahl
  • Keine Sparplänfähigen Fonds
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Consorsbank

7.500 Fonds mit 25-100% Fondsdiscount 10.000
  • Günstige ETFs
  • Hochwertige Beratung
  • Zusätzliche Kurspakete für   aktive Trader
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ING

100% Rabatt auf 5.000 Fonds 8.000
  • Umfangreiches Sparplan-Angebot
  • Hohe Einlagensicherung
  • Videoident
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Growney

100% Rabatt auf sämtliche Fonds Ausschließlich ETFs mit über 2.400 Aktien aus 45 Ländern
  • Robo-Advisor
  • 5 verschiedene Portfolio-Typen
  • Depoteröffnung bei Sutor Bank
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Fintego

100% Rabatt auf sämtliche Fonds Ausschließlich ETFs aus 46 Ländern
  • Robo-Advisor
  • European Bank for Financial Services
  • Umfangreicher ETF-
    Selektionsprozess
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Finvesto Logo 2017

Finvesto

75% Rabatt auf sämtliche Fonds 7.500
  • Robo-Advisor
  • Sparpläne ab 10 €/ Monat
  • Webinare zur Weiterbildung
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Stand August 2019

Fazit zum Vergleich

Am Vergleich wird deutlich, dass die sog. Fondsdiscounter am besten geeignet sind, wenn Sie Fonds ohne Ausgabeaufschlag kaufen möchten.

Diese sind darauf spezialisiert, den Ausgabeaufschlag auf nahezu alle Fonds entweder drastisch zu reduzieren oder komplett zu streichen. Um den Fondsdiscount auszugleichen, verzichten diese Anbieter allerdings auf umfangreiche Beratungsangebote für Kunden und die damit verbundene Vermögenshaftung.

„Robo-Advisors können durchaus als Alternative zum gewöhnlichen Berater bei der Bank gesehen werden.“

Stattdessen setzen Online-Fondsdiscounter häufig auf sogenannte Robo-Advisors. Dabei handelt es sich um eine digitale Anwendung, die Kunden automatisierte Anlagestrategien vorschlägt. Der lernfähige Robo-Advisor passt dabei seine Strategie ganz nach Ihren Bedürfnissen und Finanzen an.

Für Anleger, die ihr Depot bereits bei einem anderen Anbieter haben, ist der Testsieger Fonds Supermarkt besonders interessant:

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Sind Online Broker obsolet geworden?

Auch wenn Fondsdiscounter besonders günstig sind, können diese nicht mit gewöhnlichen Online Brokern mithalten, wenn es um andere Finanz- und Börsenprodukte geht.

Wer nicht nur Fonds ohne Ausgabeaufschlag an der Börse kaufen möchte, sondern auch Produkte wie Aktien und Anleihen, aber trotzdem ein möglichst günstiges Depot möchte, sollte einen Depotgebühren Vergleich in Betracht ziehen.

Ausgabeaufschlag bei Fonds – was ist das?

Der Ausgabeaufschlag, auch bekannt als Agio, ist eine einmalige Gebühr, die beim Kauf eines Fondsanteil anfällt. Er wird üblicherweise als Prozentsatz des Rücknahmepreises berechnet.

Wie wird der Ausgabeaufschlag berechnet?

Es gibt verschiedene Methoden, den Ausgabeaufschlag zu berechnen. Die gängigste Praxis in Deutschland ist allerdings die Berechnung auf Basis des Rücknahmepreises.

In diesem Fall wird das 100-fache des Ausgabepreises (Rücknahmepreis + Ausgabeaufschlag) durch den Rücknahmepreis geteilt und davon 100 abgezogen. Das Ergebnis ist ein Prozentsatz, der den Ausgabeaufschlag bildet.

Wieviel kann durch den Ausgabeaufschlag verloren gehen?

Der Ausgabeaufschlag wird direkt von der angelegten Summe abgezogen, bevor diese investiert wird. Abhängig von Dauer und Wert der Anlage können sich also durch den Ausgabeaufschlag teilweise stattliche Summen akkumulieren. Diese muss der Anleger dann an den Anbieter seines Depots entrichten.

Möchten Sie beispielsweise 20.000 € in einen Fonds mit einem Ausgabeaufschlag von 6,25% investieren, werden Ihnen 1250 € (6,25% von 20.000 €) von der ursprünglichen Anlagesumme abgezogen.

„Wer den Ausgabeaufschlag in Kauf nimmt, könnte nach einigen Jahren Anlagedauer bereits mehrere Tausend Euro verlieren.“

Die übrige Summe von 18.750 € wird dann tatsächlich in die Anlage investiert. Nach beispielsweise 15 Jahren mit einer effektiven Rendite von 6,58% p.a. beträgt der Wert Ihrer Anlage nun 27.808,43 €.

Fondskauf Bei 6,25 % Ausgabeaufschlag 50 % Fondsdiscount Fonds ohne Ausgabeaufschlag
Fondsanteilspreis 125 € 125 € 125 €
Anlagesumme 20.000 € 20.000 € 20.000 €
Ausgabeaufschlag
Prozentsatz 6,25 % 3,25 % 0 %
Durch Ausgabeaufschlag abgezogene Summe 1250 € 625 € 0 €
Anlagevermögen nach Abzug 18.750 € 19.375 € 20.000 €
Fondsvermögen nach 15 Jahren 55.478 € 57.328 € 59.178 €

Wie der Vergleich zeigt, können Sie – je nach Höhe des Rabatts – bei einem Fonds ohne Ausgabeaufschlag oder einem Anbieter mit Fondsdiscount nun einige Tausend Euro zusätzlich sparen.

👉 Wer hier auf den Fondsdiscount verzichtet, könnte also fast 4.000 € an den Anbieter verlieren.

Tipp – so vermeiden sie den Ausgabeaufschlag

Sollten Sie einmal in die Situation kommen, in einen Fonds zu investieren, der einen Ausgabeaufschlag erhebt, so haben Sie immer noch Möglichkeiten, Kosten zu sparen.

Haben Sie Ihr Depot beispielsweise nicht bei einem Fondsdiscounter, sondern bei einer Hausbank oder einem Online-Broker, gibt es in der Regel noch einen Trick, um die höchsten Kosten zu vermeiden:

Außerdem sollten Sie vorsichtig sein, wenn Sie vorhaben mit einem Sparplan zu investieren. Diese können die Kosten noch einmal zusätzlich in die Höhe treiben, da der Ausgabeaufschlag für jede Rate anteilig berechnet wird. Viele Broker bieten allerdings Sonderdiscount für Sparpläne an.

Fazit – Fonds ohne Ausgabeaufschlag

Die günstigsten Fonds ohne Ausgabeaufschlag und Verwaltungsgebühren gibt es  bei Fondsdiscountern. Aufgrund seiner großen Auswahl an Fonds und vielfältigen Anlage-Optionen empfehlen wir an dieser Stelle den Fonds Supermarkt. Auch wenn Sie ihr Depot bereits bei einem anderen Anbieter haben, kann sich ein Wechsel lohnen. Denn Fonds Supermarkt zahlt seinen Kunden eine Depotwechselprämie bis zu 4000 €.