Investment lohnt sich für jeden – ob für die Altersvorsorge, als Nebeneinkommen, oder hauptberuflich. Doch viele schrecken vor der Komplexität der Börsenwelt und deren Risiken zurück und lassen ihr Geld lieber auf der Bank liegen.

Wir zeigen Ihnen, dass Investieren keine Raketenwissenschaft sein muss und wie Sie gute Dividenden erzielen können, wenn Sie diese einfachen Tipps befolgen.

Investieren – Pro und Contra

Regel Nummer eins für einen guten Investor ist die Abwägung von Risiken und Vorteilen. Diese Frage sollten Sie sich gleich zu Beginn stellen, bevor Sie einen Einstieg ins Investment-Business in Erwägung ziehen.

Vorteile Investment

  • Sinnvolle Verwendung von überschüssigem Geld auf der Bank

  • Hohe Gewinnchancen

  • Beste Option für die Altersvorsorge

  • Große Auswahl an Investitionsmöglichkeiten

  • Höhere Rendite als Tagesgeld oder Festgeld

Nachteile und Risiken bei Investments

  • Hohe Verluste bei riskanten Strategien möglich

  • Regelmäßiges Engagement erforderlich

  • Keine Gewinne garantiert

Welche Vorteile Sie als Investor genießen

Offensichtlich besticht die Investment-Welt vor allem durch ihr enormes Gewinnpotential. Im Gegensatz zu Tagesgeld- oder Festgeldkonten hängt Ihr Gewinn von Ihrer Strategie und Fähigkeit ab. Für Ihre Gewinne sind Sie alleine verantwortlich.

“Wer Angst um seine Altersvorsorge hat, der hat mit Investments die besten Chancen.”

Insbesondere in Zeiten zunehmender Altersarmut lohnt sich ein Blick auf langfristige Investments. Wer früh genug anfängt und klug investiert, wird sich nie wieder Gedanken um seine Altersvorsorge machen müssen.

Nirgendwo sonst im finanziellen Sektor haben Sie eine so große Auswahl an Möglichkeiten und Produkten. Egal ob Sie lieber vorsichtig und möglichst sicher investieren oder Sie Ihr Glück mit riskanten Strategien versuchen wollen, im Investment-Bereich ist für jeden etwas dabei.

Unabhängig davon wäre es nicht ratsam, ihre Ersparnisse einfach auf der Bank liegen zu lassen. Damit verpassen Sie nämlich die Chance, Ihr Geld mit relativ wenig Arbeit zu vervielfachen.

Dessen werden sich immer mehr Haushalte aus der Mittelklasse bewusst, was unter anderem dazu führte, dass das weltweit verwaltete private Investmentvermögen seit 2012 um über 17 Mrd. USD anstieg.

Weltweit verwaltetes Vermögen der offenen Investmentfonds in den Jahren von 2012 bis 2017 (in Milliarden US-Dollar) ©statista.com

Welche Nachteile und Risiken Investoren bedenken müssen

Klarerweise muss sich ein Investor des Risikos bewusst sein, dass er mit jedem neuen Investment eingeht.

⚠️ Investieren Sie daher niemals mehr Geld, als Sie bei Totalverlust verschmerzen können!

Auch wenn ein Investment noch so sicher erscheint, sollten Sie dieses Geld als verloren betrachten, bis Sie sich Ihre Rendite tatsächlich auszahlen lassen.

Investments sind eine attraktive Methode, stattliche Gewinne ohne zu viel Eigenaufwand zu erzielen. Allerdings reicht es nicht aus, Ihr Geld einfach für Sie arbeiten zu lassen.

Wer erfolgreich investieren will, muss Eigeninitiative zeigen und sich regelmäßig mit dem Thema und aktuellen relevanten Nachrichten beschäftigten.

Wie investieren? Überlegen Sie sich Ihre Strategie!

Wenn Sie nach Abwägung der Vor- und Nachteile entschieden haben, einen Teil Ihres Geldes zu investieren, haben Sie bereits den ersten Schritt getan.

Bevor Sie Ihr Geld aber nun tatsächlich anlegen, müssen Sie eine auf Sie persönlich zugeschnittene Strategie entwerfen, die Ihnen dabei hilft, gute Entscheidungen bei Investments zu treffen.

“Investment ist nicht gleich Investment. “

Ein grober Anfängerfehler ist die Annahme, dass es genügt, sich eine beliebte Investitionsmöglichkeit auszusuchen und schon arbeitet das Geld von alleine.

Dabei wird oft vergessen, dass nicht alle Investments gleich rentabel oder zuverlässig sind. Oder möglicherweise ist ein vielversprechender Fonds für Sie einfach nicht geeignet, weil Sie nur eine kurze Anlagedauer eingeplant haben.

Die Auswahl an Investmentmöglichkeiten ist nahezu so groß wie die Zahl der Investoren. Dementsprechend unterschiedlich sind auch die Bedürfnisse einzelner Anleger. Ihre Aufgabe ist es, die beste Strategie für Ihre Bedürfnisse zu entwickeln.

Mit den richtigen Fragen zur richtigen Investmentstrategie

Dazu ist es nicht notwendig, dutzende von Büchern und Finanz-Ratgebern zu lesen. Zu Beginn genügt es, sich mit einigen Fragen auseinanderzusetzen, um Ihre Investment-Strategie grob zu skizzieren:

  • Welche Ziele möchten Sie mit Ihrem Investment erreichen?
  • Wieviel Geld steht Ihnen zur Verfügung?
  • Was ist Ihre ideale Anlagedauer?
  • Wie hoch ist Ihre Risikobereitschaft?

Diese Fragen sollten Sie sich gründlich überlegen, bevor Sie zur Tat schreiten. Schließlich sollen Sie Ihr Geld nach bestem Gewissen und mit Ihren Zielen im Blick anlegen.

Viele Anfänger machen den Fehler, sich nach vermeintlichen Anfangserfolgen an exotischeren Investments zu versuchen, in der Hoffnung, ihre Gewinnspanne in kürzerer Zeit zu erhöhen. Erst später wird dann deutlich, dass diese Anlagen von vornherein nicht zur Strategie des Anlegers passen.

Eröffnen Sie ein Depot, das am besten zu Ihrer Strategie passt

Bevor Sie nun ins Investment-Business einsteigen, ist ein Depot zwingend erforderlich. Ein Depot ist wie ein Bankkonto, mit dem Unterschied, dass dort kein Geld sondern Wertpapiere aufbewahrt werden.

“Die Wahl des Depots ist stark abhängig von den Bedürfnissen und der Strategie des einzelnen Anlegers.”

Welches Depot für welche Strategie?

Mittlerweile gibt es unzählige Online-Broker, bei denen Sie ein Depot eröffnen können. Diese haben den Vorteil, dass die Grundgebühren für Depots komplett ausfallen und auch die Gebühren für Wertpapier-Transaktionen sind meistens deutlich geringer als bei herkömmlichen Hausbanken.

Nachdem Sie Ihre Strategie festgelegt haben, sollte Ihnen auch die Wahl Ihres bevorzugten Online-Brokers etwas leichter fallen. Insbesondere für Anfänger ist es ratsam, zunächst auf einer vorsichtigeren Strategie aufzubauen. Für solche Fälle hat beispielsweise onvista ein sehr umfangreiches und vertraunswürdiges Angebot.

Mehr zu den verschiedenen Brokern finden Sie in unserem Depot-Vergleich.

Dos and don’ts im Investment-Business

Kein Ratgeber und auch kein persönlicher Berater kann die persönliche Erfahrung ersetzen, die Sie nach einiger Zeit im Investment-Business gesammelt haben. Für Anfänger ist es daher oft schwer einzuschätzen, ob es sich lohnt zuzugreifen, wenn sich eine Gelegenheit präsentiert.

Allerdings gibt es auch im Investment einige allgemeingültige Grundsätze, an denen sich auch Anfänger orientieren können, um den Weg zum Erfolg zu erleichtern.

Diese Investment-Grundsätze sollten Sie unbedingt befolgen

  • Vergewissern Sie sich, dass Sie Ihre Wertpapiere von einem lizenzierten Broker erhalten.

    Ihr Geld ist zu wertvoll, um es einem nicht-lizenzierten Broker anzuvertrauen. Im Zweifelsfall können Sie die Lizenz Ihres Brokers bei der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) überprüfen. 

  • Kennen Sie Ihre Investments

    Informieren Sie sich vor jeder Investion über Kosten und mögliche Risiken. Schauen Sie sich an, wie sich die Performance Ihres potentiellen Investments in den letzten Jahren entwickelt hat.

  • Legen Sie sich eine finanzielle Notfall-Reserve zurecht

    Sollten Sie jemals in eine finanzielle Notlage geraten, sollten Sie sich ein  Finanzpolster bereithalten, mit dem Sie 4-6 Monate auskommen. So müssen Sie nicht kurzfristig Ihre Investments verkaufen, um schnell an Geld zu kommen.

  • Denken Sie langfristig & realistisch

    Bis sich das volle Potenzial eines Investments entfaltet, vergeht in der Regel einige Zeit. Der ideale Zeithorizont für eine erfolgreiche Anlage beträgt in der Regel 3-5 Jahre. Überlegen Sie sich also, ob das geplante Investment Ihr Ziel innerhalb einer gesetzten Zeitspanne erfüllen kann, sonst riskieren Sie schlechte Bedingungen beim Wiederverkauf.

  • Diversifizieren Sie Ihre Anlagen

    Jeder erfolgreiche Investor legt sein Geld in einer Vielzahl verschiedener Investments an. Damit streuen Sie Ihr Risiko und haben somit auch mehr Chancen auf Erfolg. Eine gute Faustregel ist, nie mehr als 20% Ihres Gesamtkapitals in ein Investment zu stecken.

Die größten Fehler beim Investment-Business

  • Legen Sie kein Geld an, dass Sie brauchen

    Auf keinen Fall sollten Sie Geld investieren, wenn Sie damit rechnen, dieses in absehbarer Zeit zu benötigen. Durch jedes Investment setzen Sie Ihr Geld einem Risiko aus, daher:

    ⚠️ Dringend benötigtes Geld hat im Investment-Business nichts zu suchen!

  • Legen Sie kein Geld an, dass Sie nicht haben

    Eine der größten Investment-Sünden ist es, mit geliehenem Geld zu investieren. Wenn Ihr Investment schief läuft, haben Sie nicht nur das Geld verloren, sondern sind nun auch noch verschuldet.

    ⚠️ Nehmen Sie niemals einen Kredit oder ähnliches auf, um dieses zu investieren!

  • Wechseln Sie Ihre Investments nicht zu häufig

    Auch wenn häufiges Wechseln und Traden der Anlagen reizvoll und abwechslungsreich sein mag, sollten Sie dies tunlichst vermeiden. Niemand kann den Markt exakt genug timen, um eine solche Strategie zu rechtfertigen. Die Wahrscheinlichkeit, dass Sie monatlich oder wöchentlich Anlagen finden, die den Markt schlagen ist nahezu bei 0.

  • Verlieren Sie nicht die Nerven

    Die häufigsten Fehler beim Kauf und Verkauf von Anlagen treten in emotionalen Situationen auf. Bei einem Crash wie im Jahr 2008 reagieren viele Investoren panisch und verkaufen ihre Anlagen, nachdem sie in wenigen Tagen drastisch an Wert verloren haben. Genau dies sollten Sie nicht tun.

    Bewahren Sie Ruhe in solchen Situationen – in den meisten Fällen erholt sich der Markt wieder und mit etwas Geduld (und Glück) bekommen Sie ihr Geld plus Gewinn in ein paar Jahren wieder zurück.

Investieren statt spekulieren

Wenn es um Aktien und andere Investments geht, nehmen viele Laien an, dass es sich hierbei um Zockerei auf hohem Niveau handelt.

In der Tat gibt es einige extrem risikofreudige Investoren, die damit ihr Geld verdienen. In den meisten Fällen hat dies jedoch mehr mit Glück als Verstand zu tun und verantwortungsvolles Investieren sieht anders aus.

Wie Sie Spekulationen vermeiden

“Wer sich nicht sicher ist, ob er bei einer Gelegenheit Geld verdient oder zumindest bei 0 rauskommt und dennoch investiert, ist kein Investor sondern ein Spekulant.”

Da niemand die Zukunft vorhersagen kann, ist es bei Investments nötig, sich auf den gesunden Menschenverstand und wohlinformierte Entscheidungen zu verlassen.

Nur so können Sie sicherstellen, dass Sie Ihr Geld nicht einem unnötig hohen Risiko aussetzen. Wer schnelle Gewinne durch schwer vorhersagbare Entwicklungen anstrebt, ist Spekulant und kein Investor.

Auf diese Zahlen sollten Sie achten

Für Investoren gibt es einige äußerst nützliche Maße, mit denen Sie gut informierte Schätzungen über die Erfolgswahrscheinlichkeit eines Investments treffen können.

Zunächst sollten Sie sich klarmachen, worum es beim Investieren eigentlich geht: Sie möchten eine Anlage zu einem bestimmten Preis kaufen um diese später zu einem höheren Wert wieder zu verkaufen.

Ein erste Maßeinheit, die Ihnen dabei behilflich ist, ist der sogenannte “Net Current Assent Value Per Share” (NCAVPS). Dieser gibt an, wieviel ein Unternehmen im Fall der Insolvenz noch wert ist.  Liegt der Wert einer potentiellen Anlage unter ihrem NCAVPS, so lohnt es sich in den meisten Fällen einzusteigen.

NCAVPS

Der NCAVPS von Wirtschaftsprofessor Benjamin Graham gibt Aufschluss darüber, bei welchen Unternehmen sich Investments lohnen

⚠️ Aber seien Sie vorsichtig: Niedrige Preise allein rechtfertigen noch kein Investment. Sie müssen Sich überlegen, ob das Unternehmen, dessen Anteile gerade billig zu haben sind, auch mit einem soliden Geschäftsplan überzeugen kann. Alles andere wäre Spekulation.

Es gibt noch zahlreiche andere Werte, die Ihnen dabei helfen, die Rentabilität einer Investion zu bestimmen. Dazu gehört z.B. der Discounted Cash flow (DFC) von Warren Buffet, der eine gute Einschätzung über den Wert der zukünftigen Gewinne eines Unternehmens liefert.

Mittlerweile aber gibt es unzählige gute Methoden, den Wert einer Investition zu bemessen. Wenn Sie mehr dazu erfahren möchten, lohnt sich die regelmäßige Lektüre einer einschlägigen Finanz-Fachzeitschrift, wie z.B. Financial Times, Finanzblatt oder Wall Street Journal.