„Was sind ETFs?“ Seit einiger Zeit beschäftigen Fragen rund um das Thema ETF nicht mehr nur Börsenexperten. Immer mehr Ottonormalverbraucher interessieren sich für ETF Fonds als einfache Möglichkeit der Geldanlage.

Doch was sind eigentlich ETFs, wie funktionieren sie und worin unterscheiden sie sich von ETCs?

Eine einfache ETF Erklärung und Definition gibt es hier!

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Was sind ETFS - Zusammenfassung

ETF Definition

  • 🗸 Was sind ETF Fonds?
         ETFs sind börsengehandelte Indexfonds. Im Gegensatz zu anderen Fonds sind ETF-Anteile direkt an der Börse erhältlich, d.h. sie müssen     nicht bei einer Kapitalgesellschaft eingekauft werden

  • 🗸 Wo beokmmt man ETFs?
        Wie der Name (Exchange Traded Funds) verrät, werden ETFs hauptsächlich an der Börse gehandelt. Privatinvestoren müssen diese jedoch      über einen lizenzierten Broker (Hausbank oder Online-Broker) erwerben, der die gewünschten ETFs bei der Börse einkauft.

  • 🗸 Unterschied zu ETCs
        Anders als ETFs bilden ETCs (Exchange Traded Commodities) ausschließlich Rohstoffe ab. Zudem gelten ETCs nicht als Sondervermögen, der     Anleger hat in diesem Fall also ein Emittentenrisiko. Einige Methoden zur Absicherung gibt es allerdings auch für ETCs.

Was sind ETF Anleihen? Definition

ETF steht für „Exchange Traded Fund” und ist ein börsengehandelter Indexfonds, der die Wertentwicklung eines Index (z.B. DAX) abbildet.

Einfach erklärt:

Im Gegensatz zu einem klassischen Fonds kann man ETFs wie Aktien einfach an der Börse kaufen und verkaufen. Man muss die Anteile nicht bei einer Kapitalgesellschaft kaufen.

Der Vorteil:

Das macht ETFs günstiger, transparenter und flexibler.

ETF Vorteile

  • 🗸 Börsengehandelter Indexfonds
  • 🗸 Passives Management (ca. 95% aller ETFs)
  • 🗸 Geringe Verwaltungskosten
  • 🗸 Sekundärerwerb an der Börse

ETF Nachteile

  • Nachbildungsfehler
  • Kontrahentenrisiko bei Swaps
ETF Wert Entwicklung

ETF Anlagen werden immer beliebter und nehmen an Bedeutung zu © statista.com

Was sind ETFs – Indexnachbildung

Wenn man sich mit der Bedeutung und Definition von ETFs beschäftigt, muss man verstehen, wie das mit der Indexnachbildung funktioniert. Als Indexfonds versuchen ETFs, einen vorgegebenen Index nachzubilden. Das Verhältnis, in dem eine einzelne Aktie im Index gewichtet ist, gibt auch vor, wieviel von dieser Aktie im ETF enthalten sein soll.

ETF – Einfache Erklärung am Beispiel des DAX

Dax Gewichtung

Die im Indexfonds (ETF) enthaltenen Aktien liegen für gewöhnlich im gleichen Verhältnis vor, wie diese im zugrundeliegenden Index gewichtet werden ©

Erklärung des Diagrammes:

Ein ETF, der beispielsweise den DAX nachbildet, enthält die Aktien aller DAX-Unternehmen. Die Gewichtung der einzelnen Unternehmen im DAX bestimmt das Verhältnis der DAX-Aktien, die im ETF enthalten sind.

„Ein DAX-ETF enthält ausschließlich Aktien, die im DAX enthalten sind, und zwar in dem Verhältnis, in dem die Aktien im DAX gewichtet sind.“

So erhält Siemens im DAX eine Gewichtung von 8 Prozent, während die Lufthansa nur mit 1 Prozent gewichtet wird. Dieses Verhältnis hat für den ETF Bedeutung, da er nun die Aktien dieser beiden Konzerne im Verhältnis 1:8 einkauft.

Was sind ETF Nachbildungsverfahren?

Bei ETFs gibt es unterschiedliche Methoden, die zur Index-Nachbildung führen:

  • Full Replication: exakte Nachbildung des Index durch Kauf der dazugehörigen Aktien
  • Sampling: teilweise Nachbildung des Index, nur die wichtigsten Wertpapiere werden eingekauft
  • Synthetische Nachbildung: Nachbau des Index durch Swap-Geschäfte

Aufgrund dieser Verfahrensweise der Index-Nachbildung sind ETFs einfach und günstig handzuhaben.

Aufwändige Marktanalysen sind bei ETFs nicht mehr nötig, da die Anlagestrategie bereits im Index definiert ist. Inhaber von ETF-Anteilen wissen so außerdem immer, in welche Wertpapiere ihr Geld gerade investiert wird.

Welche Arten von ETF gibt es?

ETF – Erklärung Typen:

    • Aktien-ETF
      Beispielindizes: DAX, Dow Jones, MSCI World
    • Anleihen-ETF
      Beispielindizes: Eb.Rexx, PEX, RDAX
    • Rohstoffe-ETF
      Beispielindizes: GSCI, CRB-Futures, RICI
    • Währungs-ETF
      Beispielindizes: USDX, EUR_I, GBP_I

➨ Aktien ETF: Die mit Abstand beliebteste und überwiegende Mehrheit aller ETFs. Durch die breite Auswahl an Aktien-Indizes haben Anleger es bei einem Aktien-ETF einfach, einen passenden Indexfonds zu finden.

➨ Anleihen-ETF: Für Anleger, die mehr Wert auf Stabilität legen und dafür geringere Erträge akzeptieren, ist der Anleihen-ETF empfehlenswert. Insbesondere in Krisenzeiten, in denen andere Finanzprodukte kaum Gewinne erzielen oder ins Minus kommen, bieten Investitionen in Anleihen eine sehr sichere Methode.

„Auf alle Fälle sind kurzfristige Staatsanleihen mit AA oder AAA Rating in der Heimatwährung des Anlegers die auf kurze und mittlere Frist risikoärmsten Investments im Sinne von Volatilität und Drawdown.”

– Gerd Kommer

➨ Rohstoff-ETF: Investitionen in Rohstoffe sind besonders risikoreich und auch ETFs bilden hier keine Ausnahme. Dennoch bieten Rohstoff-ETFs eine große Auswahl an Investitionsmöglichkeiten.

Währungs-ETF: Währungs-ETFs gehören zu den riskanteren ETF Arten. Die Stabilität einer Währung ist durch Naturkatastrophen, politische Unruhen und ähnlich schwer vorhersagbare Ereignisse gefährdet. Zur Diversifizierung des Portfolios sind Währungs-ETFs aber durchaus geeignet und für interessierte Anleger sehr wohl einen Blick wert.

Was sind ETFS und ETCSs: Unterschiede

Wie ETFs werden auch ETCs an der Börse gehandelt. Letztere enthalten allerdings nur Rohstoffe (Edelmetalle, Erdgas, Öl, etc.). Weiterhin zählen ETCs nicht als Sondervermögen

– > Im Falle einer Insolvenz des Brokers geht das in den ETC investierte Kapital also auch verloren!

Allerdings gibt es auch bei ETCs Absicherungsmöglichkeiten:

  • Physisch hinterlegte ETCs:
    Die meisten Edelmetall-ETCs (z.B. Gold oder Silber) sind physisch hinterlegt. Das bedeutet, dass z.B. ein Gold-ETC meist physischen Goldbarren gesichert ist, die sich im Tresor eines Treuhänders befinden. So kann bei Rohstoff-ETFs das Emittentenrisiko umgangen werden.
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  • Vollständig besicherte ETCs
    Eine weitere Möglichkeit zur Besicherung von ETCs bieten Kreditsicherheiten, Bareinlagen oder Wertpapiere mit sehr guter Bonität.
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  • Besicherung mit Drittdeckung
    Es ist auch möglich, ETCs durch eine Drittpartei decken zu lassen. Dadurch wird das Risiko allerdings nur auf die deckende Drittpartei verschoben. Der ETC Brent Oil von ETF Securities beispielsweise wird durch Royal Dutch Shell besichert.

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