Den Unterschied zwischen einer Debitkarte und einer Kreditkarte zu verstehen, hilft Ihnen dabei, sich für das richtige Zahlungsmittel zu entscheiden.

Erfahren Sie hier, worin sich Debitkarte und Kreditkarte unterscheiden.

Debitkarte versus Kreditkarte: die wichtigsten Unterschiede

  • Der größte Unterschied zwischen einer Debitkarte und einer Kreditkarte ist die Art, wie und wann das Geld von der Karte abgebucht wird.
  • Als Debitkarte wird in Deutschland vor allem die EC-Karte (Girocard) bezeichnet.
  • Bei einer Debitkarte werden die Umsätze direkt vom dazugehörigen Girokonto abgebucht. Ein Kredit (Zahlungsaufschub) wird hier nicht gewährt.
  • Eine Kreditkarte (Visa, MasterCard, AmEx, Diners) verfügt über einen Kreditrahmen. Man kann die Karte bis zu einem bestimmten Limit überziehen und am Monatsende erhält man eine Kreditkartenabrechnung mit den getätigten Umsätzen.
  • Seit Kurzem gibt es eine neue Form von Debitkarte, nämlich Debit Kreditkarten. Debit Kreditkarten vereinen die Vorteile von EC-Karte und Kreditkarte in einer Karte.
Infografik Debitkarte Kreditkarte Unterschied

Die Infografik zeigt die wichtigsten Unterschiede zwischen einer Debitkarte und Kreditkarte

Debitkarte vs Kreditkarte vs Prepaid Kreditkarte

Der grundlegende Unterschied zwischen einer Debitkarte und Kreditkarte ist die Art der Abrechnung.

Bei einer Debitkarte (ehemals EC Karte, heute Girocard) wird der Betrag direkt vom Konto abgebucht. Hingegen bei einer Kreditkarte wird zunächst der Kreditrahmen belastet und am Monatsende per Kreditkartenabrechnung eingezogen.

  • Debitkarte (EC-Karte): Bezahlen & Geld abheben in Deutschland. Geld wird direkt von Konto eingezogen.
  • Kreditkarte: Bezahlen & Geld abheben im In- & Ausland, breitere Akzeptanz! Kreditrahmen, Abbuchung am Monatsende.
  • Prepaid Kreditkarte: Kreditkarte zum Aufladen. Vor allem für Menschen mit negativen SCHUFA-Einträgen geeignet.
  • Debit Kreditkarte: 2 in 1 EC-Karte & Kreditkarte. Onlinefähige Debitkarte, weltweit akzeptiert, Abbuchung direkt von Konto.

Unterschiede tabellarisch dargestellt

Unterschiede Debitkarte (EC Karte) Kreditkarte Debit Kreditkarte
Verbuchung der Umsätze Direkt nach Zahlung von Girokonto abgebucht Sammelabbuchung am Monatsende Direkt nach Zahlung von Girokonto abgebucht
Kreditrahmen Kein Kreditrahmen Bonitätsabhängiger Kreditrahmen Dispo möglich
Akzeptanz Inland / Euro Zone Weltweit Weltweit
Online bezahlen Nein Ja Ja
Mit Girokonto Ja Nicht zwingend Ja
Aktuell verfügbar von Maestro, Girocard, Vpay MasterCard, Visa, AmEx, Diners MasterCard, Visa

Tipp: Aufdruck auf der Karte

Um welche Art von Karte es sich handelt, erkennt man in der Regel an einem kleinen Aufdruck (Debit, Credit, Prepaid) auf der Karte:

Vorteile der Debit Funktion versus Credit Funktion

Debitkarte und Kreditkarte unterscheiden sich also nur durch die verschiedenen Abrechnungsmodelle – Debit und Credit – voneinander. Beide Karten haben dadurch Vor- und Nachteile:

Debitkarte: Vor- & Nachteile

  • 2 in 1: Kreditkarte & EC-Karte
  • Kostenkontrolle

  • Visa & MasterCard Akzeptanz

  • Auch online akzeptiert

  • Häufig auch bei schwacher Bonität

  • Nur mit Girokonto

  • Kein Kreditrahmen

Kreditkarte: Vor- & Nachteile

  • Inklusive Kreditrahmen

  • Visa, AmEx, MasterCard, Diners

  • Weltweite Akzeptanz

  • Auch online akzeptiert

  • Bonität vorausgesetzt

  • Kreditzinsen

  • Keine Kostenkontrolle

Der größte Vorteil von Debitkarten ist also, dass man eine vollwertige und weltweit akzeptierte MasterCard oder Visa Kreditkarte besitzt, ohne dafür Geld bei der Bank zu leihen.

In der Vergangenheit hatten viele Menschen das Gefühl, dass Sie eine Kreditkarte benötigen, um bestimmte Transaktionen wie zum Beispiel ein Auto mieten oder Online-Zahlungen abwickeln zu können. Allerdings bieten Debit Kreditkarten von Visa und MasterCard den gleichen Komfort, nur dass man kein Risiko eingeht, Käufe zu tätigen, für die man eigentlich kein Geld hat.

➥ Lesetipp: MasterCard ohne Schufa – hier klappt’s auch bei schlechter Bonität

debitkarte kreditkarte statistik

Zahlungskartenbesitz in Deutschland © statista

Fazit: Geringe Unterschiede, gute Angebote

Herkömmliche EC-Karten eignen sich vor allem für das Bezahlen und Geld abheben in Deutschland. Für Transaktionen im Ausland empfehlen wir auf eine Kreditkarte umzusteigen.

Hier können Sie sich entweder für eine klassische Kreditkarte mit Kreditrahmen (Credit Card) oder für eine der neuen Debit Kreditkarten (Debit Card) entscheiden.

Die neuen Debit Kreditkarten sind auf dem Vormarsch – und das völlig zurecht.”

Eine Debitkarte lohnt sich für alle, die kein Risiko eingehen möchten, mit der Kreditkarte in die Kostenfalle zu tappen. Gerade Revolving Credit Cards sind hier gefährlich:

Man kann mit der Kreditkarte sehr lange bezahlen und den Kreditrahmen beanspruchen und muss den Betrag nur in Raten abbezahlen.

Hier verlangen die Banken horrend hohe Sollzinsen, die einen schnell in die Schuldenfalle stürzen lassen können. Warum also nicht gleich eine vollwertige Kreditkarte nutzen, bei der man sich aber kein Geld leihen muss? Wir empfehlen hier eindeutig die Debitkarte.

Deshalb unsere Empfehlung:

Häufige Fragen zu Debit vs Kreditkarte

Eine Debitkarte ist in der Regel eine EC Karte. Im Unterschied zu Kreditkarten wird bei einer Debitkarte das Geld innerhalb weniger Tage von der Karte abgebucht. Einen Kreditrahmen mit Zahlungsaufschub wie bei einer Kreditkarte gibt es bei EC Karten nicht.

Eine Debitkarte (EC-Karte, Bankomatkarte) eignet sich vor allem, um im Inland bargeldlos zu bezahlen und Geld am Automaten abzuheben. Der Unterschied zur Kreditkarte ist, dass bei einer Debitkarte der Betrag sofort vom Konto abgebucht wird.
Mit einer Debitkarte (EC Karte) kann man nicht online bezahlen. Debitkarten eignen sich nur für lokale Einkäufe. Wer online bezahlen möchte, muss auf eine Kreditkarte ausweichen.
Eine MasterCard Debitkarte ist eine neue Form von Kreditkarte, die die Vorteile von EC Karte und Kreditkarte vereint. Mit einer MasterCard Debitkarte kann man sowohl online als auch im Ausland bezahlen und weltweit Geld abheben.
Daniel Teplan Finanzredakteur Geldanlage und Geschäftskonten

Vor dem Studium der Computerlinguistik an der LMU München war Daniel Teplan 4 Jahre lang als Junior Editor der Branchenfachzeitschrift Musikmarkt tätig. Dort sammelte er umfassende Erfahrung in der Berichterstattung über finanzielle und administrative Vorgänge der gesamten Musikbranche. Während des Studiums arbeitete er 1 Jahr lang in der Development-Abteilung eines chinesischen Investmentunternehmens für Umwelttechnologie in Shenzhen. Die dort erworbenen Kenntnisse über digitale Anforderungen des modernen Finanzmarkts trugen wesentlich zu seiner Entwicklung als Finanzredakteur bei finanzvergleich.com bei.