Der Dispo hilft bei kurzfristigen finanziellen Engpässen. Doch bleibt das Konto dauerhaft im Minus, wird es teuer. Die Lösung: den Dispo ausgleichen – zum Beispiel mit einem zinsgünstigeren Ratenkredit.

Wie viel Sie sparen können, wenn Sie Ihren Dispo umschulden und wie Sie beim Dispoausgleich vorgehen, erfahren Sie in diesem Beitrag.

Tipp der Redaktion:
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Für Schnell-Leser

  • Die Überziehung des Kontos ist teuer. Im Schnitt verlangen Banken einen Dispozins von 9,61 % pro Jahr.

  • Für einen Ratenkredit zahlen Sie hingegen oft nur einen Bruchteil der Zinsen.

  • Den Dispo umschulden lohnt sich nicht nur finanziell. Mit einem Ratenkredit steht fest, ab wann Sie schuldenfrei sind.

  • Die Bank kann den Überziehungsrahmen recht einfach kürzen oder gar den Dispo kündigen. Das ist beim Ratenkredit nicht der Fall.

  • Wenn Sie Ihr überzogenes Konto ausgleichen und dafür einen Ratenkredit aufnehmen, sollten Sie vorher Kredite vergleichen.

  • Zahlen Sie hohe Dispozinsen, kann sich außerdem der Wechsel zu einem Konto mit niedrigem Dispozins für Sie lohnen.

Günstigen Ratenkredit finden und Dispo ausgleichen

Dispo ausgleichen: Ohne Kredit oder mit Kredit?

Wenn Sie Ihr Konto überzogen haben, sollten Sie es baldmöglichst wieder ausgleichen. So viel steht fest. Andernfalls zahlen Sie Monat um Monat hohe Zinsen für Ihren Dispo, die das Konto nur noch weiter ins Minus rutschen lassen.

Wie Sie am besten vorgehen, um Ihr überzogenes Konto auszugleichen, hängt vor allem von Ihren finanziellen Verhältnissen ab:

  • Wenn Sie ausreichend Ersparnisse haben: Dispo ausgleichen ohne Kredit
    Sie haben Geld auf Ihrem Tagesgeldkonto oder einen prall gefüllten Sparstrumpf zu Hause? Dann ist der Dispoausgleich für Sie ein Leichtes. In dem Fall müssen Sie nichts weiter tun, als das Guthaben auf Ihr Girokonto zu überweisen oder einzuzahlen. Der Geldeingang wird automatisch mit Ihrem Dispo verrechnet.

“Seien wir ehrlich: In den meisten Fällen überziehen wir unser Konto ja gerade weil uns die Rücklagen fehlen.”

  • Wenn Ihnen die Ersparnisse fehlen: Dispo ausgleichen mit Kredit
    Haben Sie keine Rücklagen, sollte das kein Grund dafür sein, mit dem Konto dauerhaft rote Zahlen zu schreiben. Mit der Umschuldung des Dispos auf einen Ratenkredit sparen Sie bares Geld. Und nicht nur das: Sie legen auch einen Stichtag fest, ab dem Sie wieder schuldenfrei sind.

Dispo umschulden – Vorteil #1: Mit einem Ratenkredit halbieren Sie Ihre Kosten

Dispo ausgleichen und Zinsen sparen

Der Dispo gehört zu den teuersten Krediten

Im Schnitt lassen sich deutsche Banken stolze 9,61 % Zinsen für die eingeräumte Kontoüberziehung zahlen, wie die Stiftung Warentest im Oktober 2020 herausgefunden hat. Das entspricht einem effektiven Jahreszins von über 10 %. Je nach Bank kostet der Dispo sogar bis zu 14,75 % jährlich.

Ein Ratenkredit ist deutlich günstiger

Laut Bundesbank erhielten Kreditnehmer ein Ratendarlehen mit 1- bis 5-jähriger Laufzeit zuletzt zu einem durchschnittlichen effektiven Jahreszins von 4,33 %. Das ist weniger als die Hälfte des durchschnittlichen Dispozinses. Wer Kredite vergleicht, finanziert oftmals sogar noch günstiger.

Sind Sie mit Ihrem Konto dauerhaft im Dispo, ist es also allein schon aus Kostensicht sinnvoll, den Dispo mit einem Ratenkredit abzulösen. Das sieht die Stiftung Warentest ähnlich:

“Der Dispokredit zum Giro­konto ist meist der teuerste Kredit der Bank. Sie sollten ihn nur ausnahms­weise und für kurze Zeit in Anspruch nehmen. […] Statt Ihren Dispo auf Dauer zu nutzen, nehmen Sie besser einen Raten­kredit auf.”

Warum ist der Dispo so teuer?

Nicht nur für Sie als Bankkunde ist der Dispo kostspieliger als ein Ratenkredit. Auch für die Bank ist der Überziehungskredit mit mehr Verwaltungsaufwand und damit höheren Ausgaben verbunden, die sie über den Dispozins an Sie weitergibt.

  • Die Bank muss den Dispo für Sie bereithalten:
    Auch wenn Sie Ihren Dispokredit nicht nutzen, muss die Bank dafür sorgen, dass Sie es bei Bedarf können. Mit dem Geld, das Ihnen als Kreditrahmen zugesagt wurde, kann die Bank also nicht so leicht anderweitig Einnahmen erzielen.

  • Durch die Flexibilität beim Dispo kann die Bank schlechter planen:
    Einen Dispo können Sie flexibel ausschöpfen und wieder ausgleichen – im Gegensatz zum Ratenkredit, bei dem Aus- und Rückzahlung vertraglich fest geregelt sind. Für die Bank ist beim Dispokredit damit nicht absehbar, wann Sie welche Zinsen einnehmen wird.

  • Der Dispozins ist für alle Kunden einheitlich:
    Nur die wenigsten Banken berechnen den Dispozins individuell nach der Bonität eines einzelnen Kunden. Üblicher ist ein pauschaler Zinssatz – und der muss das durchschnittliche Ausfallrisiko aller Kunden abbilden.

So viel können Sie sparen, wenn Sie Ihren Dispo umschulden

Bei einem derart gravierenden Zinsunterschied wird deutlich: Wenn Sie Ihren Dispo ablösen, können Sie einen Großteil der Zinsen sparen.

Pauschal beziffern lässt sich diese Ersparnis nicht. Dafür spielen zu viele Faktoren eine Rolle. So hängt Ihre Ersparnis unter anderem davon ab,

  • wie stark Sie Ihr Konto überzogen haben:
    Bei einem hohen Dispo fällt der Zinsunterschied deutlicher ins Gewicht.

  • wie niedrig der Kreditzins im Vergleich zum Dispozins ausfällt:
    Je größer der Zinsunterschied, desto höher Ihre Ersparnis.

  • wie lange Sie für die Rückzahlung benötigen:
    Bei einer längeren Rückzahlungsdauer fallen mehr Zinsen an – entsprechend macht sich der Zinsunterschied zwischen Dispo und Ratenkredit stärker bemerkbar.

An einem Beispiel lässt sich aber schnell erkennen, welche Ersparnis bei der Dispo-Umschuldung realistisch ist.

Dispo umschulden: Beispiel

Gehen wir vom durchschnittlichen Dispozins in Deutschland aus (9,61 % jährlicher Sollzins) und stellen wir ihm den durchschnittlichen Kreditzins bei 1- bis 5-jähriger Laufzeit gegenüber (4,33 % effektiver Jahreszins). Je nach Dispohöhe und Rückzahlungsdauer ergibt sich daraus ein Sparpotential von mehreren Hundert Euro.

Rückzahlung in 12 monatlichen Raten

Dispo: 1.000 €

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Dispo: 2.000 €

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Dispo: 3.000 €

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Dispo: 4.000 €

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Dispo: 5.000 €

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Rückzahlung in 24 monatlichen Raten

Dispo: 1.000 €

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Dispo: 2.000 €

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Dispo: 3.000 €

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Dispo: 4.000 €

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Dispo: 5.000 €

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Rückzahlung in 36 monatlichen Raten

Dispo: 1.000 €

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Dispo: 2.000 €

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Dispo: 3.000 €

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Dispo: 4.000 €

0

Dispo: 5.000 €

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Anmerkung der Redaktion: Eine Tilgung ist beim Dispo anders als beim Ratenkredit nicht fest geregelt. Für eine bessere Vergleichbarkeit von Dispo- und Ratenkredit nehmen wir aber an, dass beide Darlehen in gleichbleibenden monatlichen Raten getilgt werden.

Kredit ab 0,68 % aufnehmen und Dispo ausgleichen

Dispo umschulden – Vorteil #2: Mit einem Ratenkredit vermeiden Sie böse Überraschungen

Dispo ausgleichen: Ein Ratenkredit verschafft Planungssicherheit

Nicht allein wegen der Zinsen ist es sinnvoll, den Dispo umzuschulden, wenn Sie schon länger rote Zahlen schreiben. Auch die bessere Planbarkeit spricht für den Ratenkredit.

  • Beim Ratenkredit ist die Rückzahlung klar geregelt.
    Die Flexibilität beim Dispo ist Fluch und Segen zugleich. Einerseits können Sie frei entscheiden, wann Sie wie viel ausgleichen. Andererseits verleitet gerade die ständige Verfügbarkeit des Dispokredites dazu, das Konto über längere Zeit zu überziehen. Mit einem Ratenkredit steht hingegen fest, wann Sie wieder schuldenfrei sind.

  • Einen Ratenkredit kann Ihnen die Bank nicht so leicht kündigen.
    Die Höhe des Dispokredites richtet sich meist nach Ihrem Einkommen – üblicherweise vergeben Banken einen Dispo in Höhe von zwei bis drei Nettomonatsgehältern. Sinken Ihre Einnahmen oder bleiben Sie gar ganz aus, kann Ihnen die Bank den Dispo kürzen oder auch kündigen. Bei einem Ratenkredit passiert Ihnen das nicht, solange Sie Ihre Raten wie geplant zahlen.

Bei längerer Kontoüberziehung muss die Bank reagieren

Banken sind dazu verpflichtet, Ihnen Wege aus dem Dispo aufzuzeigen. Diese Beratung ist in folgenden beiden Fällen Pflicht:

  • Fall 1: Sie haben Ihr Konto seit mindestens drei Monaten um ein halbes Monatsgehalt überzogen.

  • Fall 2: Sie haben Ihren Dispo seit sechs Monaten zu mindestens 75 % Ihres Kreditrahmens ausgeschöpft.

In diesen Fällen wird die Bank mit Ihnen eine Dispo-Rückzahlungsvereinbarung treffen – und Ihnen zum Beispiel einen Ratenkredit anbieten.

Doch Vorsicht:

Sagen Sie dem Angebot nicht vorschnell zu, nur weil der Zinssatz niedriger ist als bei Ihrem Dispo. Holen Sie stattdessen zunächst Vergleichsangebote bei anderen Banken ein. In den meisten Fällen werden Sie bei einer davon einen Ratenkredit mit einem noch günstigeren Zinssatz finden.

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Schritt für Schritt: So schulden Sie Ihren Dispo um

1

Überprüfen Sie, um wie viel Sie Ihr Konto überzogen haben. Rechnen Sie weitere Ausgaben dazu, die in Kürze anstehen, wie etwa Ihre Kreditkartenabrechnung.

2

Suchen Sie nach einem geeigneten Ratenkredit und holen Sie nach Möglichkeit mehrere unverbindliche Angebote ein. Vergleichen Sie die Zinsen mit denen Ihres Dispokredites.

3

Haben Sie ein günstigeres Darlehen gefunden, so schließen Sie dieses ab. Lassen Sie sich den Kreditbetrag auf Ihr überzogenes Girokonto auszahlen.

Fertig

Mit Überweisung des Kreditbetrags auf Ihr Konto ist Ihr Dispo automatisch ausgeglichen.

Dispo ausgleichen – Tipps: Darauf sollten Sie bei der Dispo-Umschuldung achten

Zusatztipp: Denken Sie über einen Kontowechsel nach

Schnell verfügbar und flexibel einsetzbar: Der Dispo hat auch seine Vorteile. Es ist also verständlich, wenn Sie auf den Überziehungskredit nicht ganz verzichten wollen. Verlangt Ihre Bank dafür jedoch hohe Zinsen, sollten Sie über einen Kontowechsel nachdenken.

Doch Vorsicht:

Manche Banken werben mit besonders niedrigen Überziehungszinsen. Diese gelten aber meist nur für Premium-Konten, bei denen Sie eine hohe monatliche Grundgebühr zahlen. Hier kommen Sie in der Regel schlechter weg als bei einem kostenlosen Konto mit hohem Dispozins.

Achten Sie bei der Suche nach einem passenden Girokonto also immer auch auf die übrigen Konditionen – von der Kontoführungsgebühr über die Kosten für Giro- und Kreditkarte bis hin zu Einzelgebühren etwa fürs Geldabheben.

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Fazit: Machen Sie Schluss mit hohen Dispozinsen – es lohnt sich

Wenn Sie seit geraumer Zeit mit Ihrem Konto im Minus sind, sollten Sie nicht länger zögern und Ihren Dispo ausgleichen.

Haben Sie keine Rücklagen, mit denen Sie Ihren Kontostand wieder auf Null bringen können, so empfiehlt sich die Umschuldung auf einen Ratenkredit. Ein solcher ist, wie das Beispiel Ofina zeigt, aktuell schon ab einem effektiven Jahreszins von 0,68 % zu haben.

Mit einem Ratenkredit senken Sie aber nicht nur Ihre Zinslast – sie legen durch die geregelte Rückzahlung auch einen Stichtag fest, ab dem Sie wieder schwarze Zahlen schreiben.

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Häufige Fragen

Um mit Ihrem Konto wieder schwarze Zahlen zu schreiben, können Sie Ersparnisse auflösen – etwa indem Sie Rücklagen auf dem Tagesgeldkonto auf Ihr Girokonto umbuchen. Haben Sie keine Ersparnisse, so können Sie Ihren Dispokredit auch mit einem Ratenkredit ablösen. Die Zinsen für Ratenkredite sind praktisch immer niedriger als die Dispozinsen.

Auch wenn Sie mit Ihrem Konto im Minus sind, können Sie einen Kredit aufnehmen. Allerdings kann ein überzogenes Konto die Konditionen für den Ratenkredit verschlechtern. Es lohnt sich daher, bei der Kreditaufnahme immer auch den Dispo mit auszugleichen.

Bei der Rückzahlung Ihres Dispokredites sind Sie grundsätzlich flexibel. So kommt eine Rückzahlung in Raten infrage. Auch können Sie bei Bedarf mit der Rückzahlung pausieren, dafür in einem anderen Monat mehr tilgen.

Wenn Sie Negativeinträge bei der Schufa haben, ist die Aufnahme eines Ratenkredites erfahrungsgemäß schwierig. In diesen Fällen kann es sich lohnen, auf Alternativangebote wie Kurzzeitkredite zurückzugreifen. Welche Angebote für Sie wann infrage kommen, erfahren Sie in unserem Beitrag Dispo trotz Schufa.

Franziska Händschel Finanzredakteurin Geldanlage & Finanzierung

Franziska Händschel ist seit 2013 als Finanzredakteurin tätig. Nach ihrem Studium der Germanistik und Anglistik/Amerikanistik im thüringischen Jena arbeitete sie zunächst als Übersetzerin und Online-Redakteurin für ein auf Edelmetallinvestments spezialisiertes Newsportal. Ab 2015 war sie als Online-Finanzredakteurin und später Leiterin der Finanzredaktion für das Vergleichsportal CHECK24 tätig. Ihre Leidenschaft gilt den klassischen Verbraucherfinanzprodukten vom Girokonto bis zur Baufinanzierung. Seit 2020 berichtet Franziska Händschel für finanzvergleich.com über ebendiese Bankprodukte sowie Trends im Finanzwesen.

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