flatex ist mittlerweile der größte Online-Broker Deutschlands. Für Kunden, die bereits mit flatex Erfahrungen gesammelt haben, gibt es allerdings auch einige Kritikpunkte. Beim flatex Test mit unserem eigenen Echtgeld-Depot durften wir sowohl die Schattenseiten als auch die Vorzüge von flatex kennenlernen.

In unserem flatex Broker Test berichten wir über unsere flatex Erfahrungen und zeigen Ihnen die Stärken und Schwächen des Brokers.

flatex Erfahrungen – Überblick

  • Gebühren: flatex veranschlagt eine Depotgebühr in Höhe von 0,1 % p. a. des Depotvermögens. Zusätzlich wird ab dem ersten Euro ein Negativzinsatz von 0,5 % p. a. auf das Cashkonto berechnet. Für Kauf und Verkauf von Wertpapiers fallen (abhängig vom Handelsplatz) insgesamt 12 €–25 € Ordergebühren an.
  • Depot: Bei flatex wird Ihnen je ein gesondertes Konto für Börsenhandel, Cashreserven und den CFD-Handel zur Verfügung gestellt. Dies garantiert eine maximale Übersichtlichkeit beim Trading.
  • Angebot: Bei flatex können Sie mit Aktien, Fonds, Derivaten und CFDs handeln. Optionen und Futures sind bei flatex bisher nicht handelbar.
  • App: Mit der flatex Mobile App können Sie sämtliche Aktionen durchführen wie in der Desktop Web-Filiale. Allerdings hat die App stellenweise mit Stabilitätsproblemen zu kämpfen und leidet unter einem Mangel an Übersichtlichkeit.

Insgesamt haben unsere flatex Online Broker Erfahrungen gezeigt, dass dem Kunden ein solides Gesamtangebot gemacht wird. Wem die flatex Alternativen nicht zusagen, kann guten Gewissens sein Depot bei flatex eröffnen.

flatex Gebühren

Die unserer Meinung nach größte Frustrationsquelle unserer flatex Erfahrungen wollen wir gleich zu Anfang bearbeiten: Depotgebühren.

flatex Cashkonto Gebühren

2017 hat flatex den von der EZB veranschlagten Negativzinssatz von 0,4 % p. a. unmittelbar auf den Kunden übertragen und Ende 2019 auf 0,5 % p. a. erhöht.

Grundsätzlich ist es ohnehin keine gute Idee, viel Geld auf dem Cashkonto Ihres Aktiendepots über lange Zeit zu halten – dafür haben Sie Ihr Girokonto.

Dennoch halten wir die Strafzinsen auf das flatex Cashkonto für unnötig und eine Verschlechterung unserer flatex Erfahrungen. In der nachfolgenden Tabelle sehen Sie, warum wir zu diesem Schluss gekommen sind.

Sie zeigt die Höhe der jährlichen Depotgebühren, die bei der entsprechenden Summe an Kapital im Cashkonto fälig werden.

Vermögen auf Verrechnungskonto Gebühr nach 1 Jahr
10.000 € 50 €
100.000 € 500 €
500.000 € 2.500 €

Auf den ersten Blick erscheinen die Negativzinsen noch recht milde. Führt man sich jedoch vor Augen, dass Sie bei 500.000 € Cashreserve bereits 2.500 € verlieren, geht Ihnen pro Jahr ein überdurchschnittlich hohes Monatsgehalt durch die Lappen.

Aber: Soviel Geld gehört grundsätzlich langfristig nicht aufs Cashkonto, sondern sollte investiert werden!

Daher sehen wir die Negativzinsen aufs Cashkonto nicht sonderlich schlimm. Erst in Verbindung mit den zusätzlichen Depotgebühren von 0,1% macht sich langsam Frust bemerkbar.

flatex Erfahrungen – Rechenbeispiel Negativzinsen Depot + Cashkonto

In der nachfolgenden Tabelle zeigen wir Ihnen Beispielszenarien mit unterschiedlichen Kombinationen aus Depotvermögen und Kontostand und die dafür jeweils anfallenden Gebühren.

Anlagevermögen im Depot (0,1 % p. a.)
Vermögen auf Verrechnungskonto (0,5 % p. a.)
Gebühr nach 1 Jahr
10.000 € 10.000 € 60 €
100.000 € 100.000 € 550 €
500.000 € 100.000 € 1.000 €

Im Rechenbeispiel wird ersichtlich, dass Sie erst ab größeren Vermögen in den vierstelligen Bereich kommen. Wer bereits soviel investiert, der wird sich an einem solchen Verlust kaum stören.

⚠️ ABER: Es gibt kaum einen anderen Broker in Deutschland, der noch vor den Orderkosten Gebühren in dieser Höhe verlangt.

Und auch bei Ersteren ist flatex nicht besonders großzügig, wie wir im unteren Bild zeigen.

flatex erfahrungen gebühren

Bei einer Positionsgröße von 1.000 € betragen die flatex Gebühren fast zwei Prozent des gesamten Ordervolumens © flatex

Bei einer kleinen, aber unserer Meinung nach ausreichenden Positionsgröße von 1.000 € werden Ihnen sowohl beim An- als auch beim Verkauf jeweils 7,90 € in Rechnung gestellt. Rechnen wir dann noch die Depotgebühren dazu, die für diese Positionsgröße anfallen, dann sind wir bei einem Ordervolumen um die 1.000 € immer noch bei fast 2 % Gebührenanteil.

Das bedeutet: Sie können eine Anlage im Wert von 1.000 € erst gewinnbringend verkaufen, wenn der Kursgewinn die 2-%- Marke überschritten hat!

Das muss nicht sein. Es gibt genug Broker, deren Gebührenmodell nicht ganz so drakonisch ausfällt und ein mindestens genauso vielfältiges Angebot hat. Smartbroker macht es vor!

Das flatex Depot

In puncto Handelsmög