Der steigende Konkurrenz-Druck durch Neo-Broker wie Smartbroker oder Trade Republic scheint sich beim Top-Anbieter Flatex bemerkbar zu machen. Mit seiner neuen Plattform Flatex Next will der Frankfurter Broker nun den Einstieg in den Börsenhandel erleichtern: Zum Start des neuen Modells verspricht das Unternehmen eine wesentlich einfachere Handhabung und mehr Übersicht beim Trading.

Was es mit dem Konzept von Flatex Next auf sich hat und ob sich das Angebot für Einsteiger lohnt, klären wir in unserem exklusiven Flatex Next Test.

Flatex Next – Features und Preise im Überblick

Für Schnell-Leser

  • Ordergebühren:
    Neukunden handeln 6 Monate lang für 0 Euro bei Tradegate, LS Exchange und Baader Bank. Ansonsten gelten die üblichen Konditionen.

  • Verfügbarkeit:
    Die neue Flatex Next Plattform steht seit November 2020 sowohl für Neu- als auch bereits bestehende Kunden zur Verfügung.

  • Oberfläche:
    Die neue Nutzeroberfläche von Flatex ist stark vereinfacht und auf Einsteiger optimiert. Die grafische Darstellung ist moderner und per Knopfdruck lässt sich in die alte Classic-Ansicht wechseln.

  • Handelsplätze:
    Die Anzahl an Handelsplätzen wurde im Vergleich zu Flatex Classic reduziert.

  • Anlageuniversum:
    Das Angebot an handelbaren Finanzprodukten ist genau das gleiche wie bei Flatex Classic. Differenzkontrakte und Devisen sind (noch) ausgenommen.

  • Eröffnung:
    Das Registrierungsverfahren wurde stark vereinfacht und beschleunigt. Binnen weniger Minuten nach Anmeldung ist das Depot nutzbar.

Trader mit Erfahrung und bestehende Kunden müssen sich auf eine schwere Enttäuschung gefasst machen. Aber für Anfänger ohne jegliche Erfahrung ist die einfachere Handhabung ein definitiver Vorteil.

In Verbindung mit der äußerst großzügigen Neukunden-Aktion mit 0 Euro Ordergebühr ist Flatex Next ein empfehlenswertes Einsteiger-Angebot.

Günstigere Gebühren mit Flatex Next?

Den bisherigen Angaben zufolge wird es keine Änderungen bei den Flatex Gebühren geben.

Denn: Bei Flatex Next handelt es sich nicht um ein neues Depotmodell, sondern eine zusätzliche Plattform, die das Handeln für Anfänger erleichtern soll.

Die Nutzung von Flatex Next verursacht keine zusätzlichen Kosten.

Depotgebühren

Flatex-CEO Frank Niehage stellte in einem Interview klar, dass es weiterhin keine Depotgebühren geben wird.

⚠️ACHTUNG: Statt der Depotgebühren erhebt Flatex Negativzinsen in Höhe von 0,4 % bzw. 0,1 % auf das im Depot bzw. Cashkonto befindliche Vermögen. Im Gegensatz zu Flatex Alternativen wie Smartbroker hat der Anbieter  im Oktober 2019 seinen Negativzinssatz erhöht.

Ordergebühren

„Auch bei den Ordergebühren hat sich nichts geändert – die sind mit 5,90 Euro dieselben wie bei Flatex Classic”

Die Ordergebühren bei Flatex Next werden zum Festpreis von 5,90 Euro berechnet. Diese Zahl dürfte den meisten Flatex-Kunden bekannt vorkommen. Es handelt sich hierbei um die aktuelle Ordergebühr, wenn man die Fremdspesen (2 Euro) abzieht.

Gebührentechnisch ändert sich bei Flatex also nichts.

Handelsplätze & Produkte

Um Einsteigern den Handel zu erleichtern, beschränkt Flatex Next die Auswahl der Handelsplätze einer bestimmten Aktie auf drei. Bis auf CFDs und Devisen konnten wir aber keine wesentlichen Einschränkungen bei der Produktauswahl erkennen.

Flatex Next – Handelsplätze

Die Anzahl verfügbarer Handelsplätze zu reduzieren, um Anfänger vor der Orientierungslosigkeit zu bewahren, ist grundsätzlich keine schlechte Idee. Es macht keinen wesentlichen Unterschied, wo Sie eine bestimmte Aktie kaufen. Nur wenn Sie außerhalb der Börsenöffnungszeiten kaufen, ist die Wahl des Handelsplatzes von größerer Bedeutung.

Flatex Next vs. Flatex Classic – Beispiel Boeing-Aktie